Castro Marim
Ort

Castro Marim ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde (ca. 3.250 Einwohner) im gleichnamigen Kreis.

Koordinaten: 37° 13′ N, 7° 27′ W 

Der Ort liegt nördlich der N125 und ist sehr gut ausgeschildert. Im Ort sind große Parkplätze vorhanden.

Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde hier gesiedelt. Zur Zeit der römischen Herrschaft hieß der Ort > Aesuri < und war Endpunkt der Römerstraße, die von Beja (im heutigen Alentejo) herführte. Ab 711 wurde dann unter maurischer Herrschaft die Befestigung des Ortes zur wehrhaften Burg ausgebaut. Nach wechselnden Eroberungen wurden die Mauren im Jahr 1242 endgültig besiegt und vertrieben. 

Der Christusorden  (Nachfolgeorganisation des verbotenen Templerorden) hatte hier von 1319 bis 1356 seinen Sitz. Nach deren Weggang wurde der Ort für Jahrhunderte bedeutungslos. Erst um 1640, im Zuge des Unabhängigkeitskrieges von Spanien, gewann er erneut an Bedeutung. 

Der Ort wird von Burg und Fort überragt. Die Gassen am Fuße des Berges, auf dem die Burg liegt, sind eng und verwinkelt. 

Im Ort gibt es Banken, das Postamt, verschiedene Geschäfte und Supermärkte, Restaurants, Bistros, Snack-Bars und Cafés.

Castelo de Castro Marim

Die Burg wurde im 13. Jahrhundert auf Geheiß des Königs Alonso III vergrößert und ausgebaut.

Der Eingang ist ausgeschildert. Den Berg hinauf verläuft der Zugang etwas beschwerlich. Das steilste Stück wurde inzwischen mit einem gut begehbaren Holzsteg und mit Stufen überbaut.

Im Inneren der Burg sieht es teilweise so aus, als kämen die Ritter gleich von einem Streif- bzw. Kriegszug zurück. 

Vorsicht: Die begehbaren Burgmauern sind uneben und teilweise ungesichert.

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In Teilen der Anlage werden immer wieder Ausgrabungen vorgenommen. In den verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände sind Ausstellungen der Fundstücke aus der Burg, wie auch aus dem Umland untergebracht. 

Von den Burgmauern hat man einen schönen Rundblick über den Ort, bis auf die Küste, nach Spanien und über die Salinen.

Die Igreja de Santiago liegt innerhalb des Burghofes und wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Das Innere des Gebäudes ist schlicht und dient heute wechselden Ausstellungen.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober 9 - 19 Uhr
November bis März 9 bis 17 Uhr

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Forte de São Sebastião

Das Fort wurde 1641 als Verteidigung gegen Spanien gebaut. An die vorhandene Burg und die Stadtmauern von Castro Marim angepasst und integriert, war der Ort der wichtigste militärische Stützpunkt an der Algarve. Das Fort ist nicht zu besichtigen.

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Die Igreja Matriz Castro Marim wurde im 17. Jahrhundert unterhalb der Burg erbaut. Die bis zu diesem Zeitpunkt hier stehende Kapelle reichte nicht mehr für den Andrang der Gläubigen. Nach schweren Beschädigungen durch das Erdbeben von 1755 wurde die Kirche bis 1834 wieder aufgebaut. 1960 zerstörte ein Brand große Teile im Inneren des Gebäudes.
Die Kirche ist nur zu Messezeiten zu besichtigen.

Die Ermida de Santo António wurde im 17. Jahrhundert auf einem strategisch wichtigen Hügel im südöstlichen Ortsgebiet erbaut.

Koordinaten: 37°12'58.0"N 7°26'20.7"W

Die Kapelle ist nicht immer geöffnet, bitte fragen Sie an der Touristeninformation.

Die Igreja de São Sebastião wurde 1650 fertiggestellt, nachdem eine gleichnamige Kapelle für den Bau des Forts weichen musste.

37°13'04.3"N 7°26'47.2"W

Die Kirche ist nur zu Messezeiten zu besichtigen.

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